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Am Sonntag 07.10.2018 legt Wolfgang Frenzel vom Sportfliegerclub Ehingen e.V. 403 Kilometer im Segelflug zurück und landet an diesem Tag auf dem ersten Platz der OLC-Streckenflug-Auswertung in Deutschland.

Segelflugzeuge haben keinen Motor, der sie über längere Zeit in der Luft hält. Voraussetzung dafür, dass man sich als Piloten eines solchen Luftfahrzeugs am Himmel halten und sogar längere Strecken überbrücken kann, ist es, Aufwinde zu finden. In warmen, aufsteigenden Luftpaketen gilt es, Höhe zu gewinnen - die Segelflieger sprechen von Thermik. Am oberen Ende angekommen hat der Pilot jetzt die Möglichkeit, die gewonnene Höhe im Gleitflug in Strecke umzusetzen. Dabei verliert ein modernes Segelflugzeug ungefähr Tausend Meter Höhe für 40 Kilometer Gleitstrecke. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte wieder eine Thermik gefunden werden, sonst endet der Ausflug unvermittelt in der nächsten landbaren Wiese. Bei diesem Spiel tauscht der Überland-Segelflieger fortwährend Flughöhe gegen Flugstrecke und holt sich die verbrauchte Flughöhe in der nächsten gefunden Thermik wieder. Das Wetter muss beim Segelfliegen also mitspielen, sonst sitzt man nach dem Start aus der Seilwinde oder hinter dem Schleppflugzeug nach wenigen Minuten wieder an derselben Stelle von der man gestartet ist.